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Verkostung Darjeeling Oolong Frühlings Pflückung

 

11. März

Vor einigen Tagen fragte ich im Tee Laden nach einer Frühlingspflückung aus Darjeeling. Noch nicht da hieß es.

Es gäbe aber einen Oolong aus diesem Jahr, der stamme aus Darjeeling.

In einer klassischen Teekiste erblickte ich einen bis zur Hälfte gefüllten Inhalt. Matt-schwarzgrüne leicht gezwirbelte Teeblätter, etwa 30-40mm lang, es sah vielversprechend aus und ich kaufte 50G.

Dieser Tee lets me be excited.

Wenn man spürt wie Teeblätter ein flirtendes Gefühl stimulieren und man den Dialog mit den gespeicherten Geschmacksaromen beginnt. Ein Spiel, das sicher viele Teeliebhaber nachempfinden können.

 

 Yeah son. Lets get this shit started.

Zuhause angekommen schüttelte ich eine Handvoll Tee in einen Calabash Löffel. Wasserkocher an, er hat schon bessere Tage gesehen, aber das ist mir jetzt nicht wesentlich wichtig. Vielleicht in grüneren Zeiten. Aktuell benutze ich eine kleine Tonteekanne aus dem China Supermarkt in der nähe des Hamburger Hauptbahnhofs, man kann die Handfläche umlegen.

Ich pfofte den Tee mit hektischer vorfreude ins Kännchen und irgendwann in der Zeit sprudelte das Wasser. 15 sek abkühlen und schwupps rein. Ach man zu lang kann ich jetzt auch nicht warten, 30 sek, und ich füllte das erste mal ins Glas. Sehr hell zunächst, dann wurde der Inhalt zunehmend gold-orange-braun. Der eingegossene Tee blieb klar und nicht trüb in seinem farblichen Profil ( mehr zu Farbprofilen Link ).  Auf dem Rand der Oberfläche bubbeln Blasen im Halbkreis.

 

1. Aufguss:

ich schlürf an. Ist noch heiss. Frisch lemonig. Zweiter Schluck ist intensiver da Zunge leicht angepasst. Überraschend frischholzig in der Mitte des Aromageschmacks. Jetzt werden die Schlücke größer, der Tee setzt an bis zur Oberlippe. Mit jedem Schluck schwindet der Frischholzgeschmack mehr. Es kommt wieder mehr Orange.

4.ter schluck, jetzt ist der Tee ein bisschen faserig und wilder. Die Nuancen haben leicht ihre Harmonie verloren und ein bitterer Geschmack dringt in die Fasertextur, insgesamt stumpfer und matter. Aber es liegt wohl er daran, dass ich zuviel Tee zulange haben ziehen lassen für ne kleine Tasse. 

 

2. Aufguss

15 sek Ziehzeit, 90 Grad. Die Bubbles sind bis auf drei Miniluftis weg. Wieder auf Temperatur pusten. Orangige und blumige Textur - Geschmeidiger. Die Holznoten sind an der Peripherie ergeben einen schönen abrundenden Rahmen. Ein Telefongespräch hielt mich vom weiteren Verlauf ab.

 

3. Aufguss

20 sek ziehen, ziehen. Jo jetzt ist der Geschmack Konstanter. Durch den kurzen Aufguss ziemlich mild. Sommerlich leicht würde man sagen. Und konstant orangig. A bisl Marakuja an den Aussenbezirken, aber sonst ein runder ausgeglichener Geschmack. Vom Frischholz ist direkt überhaupt nichts mehr zu merken, ausser die frische Natur der Tasse.